Für alle, die wahrgewordene Märchen lieben… Gabrielissima und Gregmaorix

von Brigitte „Brigittix“ Hainz

Es war einmal ein kleines Land inmitten von Europasia. Es hieß Osterria und war wunderschön. Doch seit langem gingen viele der Einwohner gehetzt, lustlos und traurig ihren Tätigkeiten nach. Und immer mehr Familien zerbrachen unter dem Druck des Alltags, durch Lieblosigkeit, Süchte und nicht wahrgewordene Träume. Doch vor allem, weil sie verlernt hatten, dankbar und glücklich zu sein. Sie verschlossen sich so sehr, dass sie sich nicht vorstellen konnten, wie herrlich ein Leben in Leichtigkeit und Freude sein könnte. Sie glaubten, keine Wahl zu haben und dass alles so sein muss, wie es eben ist.
Die Häuptlinge der einzelnen Landesteile rührten seit Jahrzehnten aggressiv und mit dumpfen Gedanken in verschmutzten Zaubertränken herum, die sie dem Volk zum Trinken gaben und offensichtlich auch selbst tranken. Drei Dinge konnten sie hervorragend: Den Einwohnern ihr Geld abnehmen, ihre Machtkämpfe öffentlich austragen und untereinander so viel Hass und Missgunst streuen, dass es nur so zischte. Doch das war nicht nur in diesem Land so, sondern fast überall auf der Welt.
Eines Tages wandte sich das Blatt, denn es gab immer mehr Menschen, die Auswege aus dieser Misere suchten. Zwei wackere Männer aus dem fernen Land Usaria, weit über dem großen Ozean, erschufen eine geniale Methode, die sie im Laufe der Zeit immer mehr verfeinerten. Einer von ihnen war Garyus Doulgasix und der andere Dainius Heerix. Sie nannten ihre Methode Accessix Conscionessix- kurz ACX. Was immer das bedeuten sollte… Sie reisten um die ganze Welt, und brachten vielen Menschen ihr ACX als Geschenk mit. Allerdings durften die Menschen dafür einen Obolus bezahlen. Sie wurden wohlhabend und genossen es.
Eines Tages wurde so ein Treffen wieder einmal im fernen Costaricci abgehalten. Ein paar Weise aus verschiedenen Ländern saßen in ihrer Freizeit dort einfach nur so herum… Einer der Männer, ein richtiger Hüne mit dem Namen Gregmaorix, kam aus Nuzilandia. Er war ein außergewöhnlicher Mann mit einer unglaublichen Lebensgeschichte, die besondere Fähigkeiten bei ihm erweckt hatten. Das erkannte eine der Frauen. Für sie war er ein Alchemist. Sie hieß Gabrielissima und wohnte in einem verschlafenen Dorf in Osterria. Und so lud sie Gregmaorix, der mehrere Ozeane von ihr entfernt wohnte, zu einem Treffen „mit ein paar Leuten“ zu sich ein. Sie wollte den Menschen in ihrem Land zeigen, was für unglaubliche Dinge und darüber hinaus, mit Alchemie und Magie möglich seien.
Als sie von Costaricci wieder nach Hause kam, hatte sie schon unzählige Ideen für diese Zusammenkunft gesammelt. Bei den weiten Spaziergängen mit ihrem entzückenden Hund Cooksia kamen immer mehr dazu. Doch dann geschah es: Es meldeten sich so viele Menschen für das 3- Tagetreffen an, dass sowohl Gregmaorix, als auch sie total überwältigt waren. Der reservierte Raum war plötzlich viel zu klein und einige mussten sogar auf die Warteliste.
Endlich war es so weit und der große, weise Mann landete mit seinem Luftschiff in Ostarria. Es war, als würde sich der Himmel verändern. Der Alchimist brachte eine Energie mit, die nicht nur die Herzen der Menschen zum Öffnen brachte. Es wurden hier, mitten in Europasia, durch die vielen Beiträge der Besucher so viele Geschenke geschaffen und verteilt, dass am Ende die Menschen ganz glücklich und berührt nachhause gingen. Sie hatten den Hauch der Alchemie inhaliert und in sich aufgenommen. Und das Erstaunliche war: Es wurde sogar ein Kessel für einen neuen Zaubertrank kreiert. Er war so groß, dass die ganze Welt daraus hätte trinken können, wenn sie es gewollt hätte. Der Kessel wurde mit ganz wunderbaren Dingen gefüllt. Darunter waren Selbstheilungsprozesse für Körper und Geist, Gewahrsein, Dankbarkeit, Freude, Leichtigkeit, Herzenswärme, Respekt und Liebe. Doch es waren auch Elemente dabei, die sich erst im Laufe der Zeit entwickelten.
Nach diesem Treffen wollten immer mehr Menschen in Europasia, dass Gregmaorix auch in ihr Land kam, um diese magische Energie zu kreieren und um selbst Alchemisten zu werden. Natürlich wollten sie auch den Zauberkessen samt Inhalt für ihr Land zur Verfügung haben. So sollte es sein. Schnell waren neue Termine vereinbart, die Nachrichten überschlugen sich und Gregmaorix war in Gedanken schon wieder in Europasia.
Das Schöne daran ist, dass dieser Zauberkessel in Osterria bis heute noch immer ganz rein ist, ständig mit wundervollen Dingen gefüllt wird und von unendlichen Wesen umgeben ist. Das und noch viel mehr, wünschen wir hier allen Menschen dieser Welt.
Mehr darüber vielleicht ein anderes Mal.